Informationen zu Möglichkeiten der Ausreise aus Afghanistan

Hinweis: Im folgenden Beitrag möchten wir auf Möglichkeiten zur Ausreise aus Afghanistan aufmerksam machen. Aufgrund der Unübersichtlichkeit der Lage kann es passieren, dass diese Informationen schnell veraltet oder inkorrekt sind. Wir übernehmen dafür keine Haftung. Weiterhin haben wir keinerlei Einfluss auf die Evakuierung aus Afghanistan.

Stand 17.09.2021

Hier finden Sie ein aktuelles Rundschreiben vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration in Rheinland-Pfalz bezüglich der Aufnahme afghanischer Ortskräfte.

Deutschland hat am 27.08.2021 die Evakuierungsflüge aus Afghanistan eingestellt.
Nach Auskunft es Auswärtigen Amtes arbeitet die Bundesregierung weiter daran,  Ausreisen für bestimmte Personengruppen über einen Nachbarstaat nach Deutschland zu ermöglichen:

  • Ortskräfte, die ab dem Jahr 2013 beschäftigt waren, sowie
  • besonders gefährdete Afghan:innen, die seitens der Bundeswehr bereits eine Zusage zur Ausreise erhalten haben.

Folgende E-Mail soll zur Kommunikation mit dem Auswärtigen Amt benutzt werden: 040-krise19@diplo.de Außerdem ist weiterhin eine Krisenhotline geschaltet: 0049 (0)30-1817-1000 oder 00 49 (0)30-5000-1000.

Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes können Sie dazu näheres erfahren:

Informationen des Auswärtigen Amtes zur weiteren Unterstützung für afghanische Schutzbedürftige und deutsche Staatsangehörige

Dort finden sich Informationen für:

  • In Afghanistan verbliebene deutsche Staatsangehörige
  • Ortskräfte mit gültigem Pass & Visum
  • Ortskräfte mit gültigem Pass, Aufnahmezusage, aber ohne Visum
  • Ortskräfte ohne Aufnahmezusage
  • Besonders gefährdete Afghan:innen mit Aufnahmezusage
  • afghanische Staatsangehörige im laufenden Familiennachzugsverfahren oder mit gültigem Aufenthaltstitel

Weitere gefährdete Personen

Ortskräfte des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)

Ortskräfte der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Ortkräfte des Bundesministeriums der Verteidigung

Gefährdete Journalist:innen

  • E-Mail an: nothilfe@reporter-ohne-grenzen.de

Wichtige Infos: Name, Geburtsdatum, Pass- oder ID Nummer, Erreichbarkeit (Telefonnummer und E-Mail-Adresse), Ort sowie (wenn möglich): Presseausweis, Links zur journalistischen Arbeiten und Arbeitsverträge, Empfehlungsschreiben etc.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat eine Seite eingerichtet, die fortlaufend aktualisierte Informationen zu Afghanistan und den Ausreisemöglichkeiten anbietet.

Auch an dieser Stelle noch mal der Hinweis: Die Lage ist nach wie vor sehr unübersichtlich. Wir verstehen, die verzweifelte Lage in denen sich viele jetzt befinden. Es kommen aber bereits erste Gerüchte bei uns an, dass private Flugzeuge auf dem Weg nach Afghanistan sind, um Menschen herauszuholen. Davon wissen wir nichts und halten dazu an, diese Art von Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Wir bitten darum, uns bei fehlenden oder fehlerhaften Informationen Bescheid zu geben an info@fluechtlingsrat-rlp.de.

Von A bis Z – Das Adressbuch der Flüchtlingsarbeit in RLP

Es ist so weit. Wir präsentieren voller Stolz unser fast fertiges Adressbuch der Flüchtlingsarbeit in Rheinland-Pfalz.

Fast fertig? Ja, das Adressbuch wird niemals so ganz fertig werden können. Dafür unterliegen die Adressen, Kontaktdaten und Angebote einem zu großen Wandel. Das wissen wir und wollen deshalb in unserer neuen Druckdatei darauf eingehen. Deshalb haben wir das neue Adressbuch als eine lose Blatt-Sammlung konzipiert, in der einzelne Seiten ohne Probleme ausgetauscht werden können.

Fast fertig ist es auch deshalb, weil wir bevor wir damit in den großen Druck gehen wollen, Sie erneut um eine Überprüfung der angegebenen Adressen bitten wollen.

Bitte überprüfen Sie die angegeben Daten im jeweiligen Kreis, Verband oder die eigenen Kontaktdaten.

Um uns nun Korrekturen zukommen zu lassen gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder Sie senden uns eine Mail an adressbuch@asyl-rlp.org.

Oder Sie laden ein Dokument mit den notwendigen Änderungen unter folgendem Link hoch: https://cloud.lusku.de/index.php/s/R3iydkeRjS3QS3W

Für die Korrekturen im PDF würde es uns ganz riesig viel helfen, wenn bei den Nachrichten deutlich die Seitenzahl angegeben würde, Und auch in welchem Landkreis/welcher Stadt die entsprechende Einrichtung ist.

In folgendem Dokument finden sich ein paar Hinweise, die dabei behilflich sein können:

Unter folgendem Link steht das Adressbuch zum Download bereit:

https://cloud.lusku.de/index.php/s/jgnEZDAA9kQK529?dir=undefined&openfile=306951

Bitte nutzen Sie dafür die aktuellere Version.

Mehrsprachige Informationen zu Corona – UPDATE: Booster-Impfung / G-Regeln / „Corona stoppen“ auf Türkisch und Arabisch

Die Pressestelle der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, hat neue mehrsprachige Informationen bezüglich der Booster-Impfung veröffentlicht. Dazu folgend die Mitteilung:

„Mit einer Impfung gegen Corona schützen wir uns und unser Umfeld. Sie sind langfristig der sichere Weg aus der Pandemie. Ebenso wichtig sind die Auffrischungsimpfungen („Booster-Impfung“). Grundsätzlich können sich alle, deren zweite Impfung 6 Monate oder länger zurückliegt, eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Wer mit Johnson & Johnson geimpft wurde, kann das bereits nach 4 Wochen tun.

Die mehrsprachigen Infos und shareables der Integrationsbeauftragten zu Corona, zum Impfen – jetzt auch NEU zur Booster-Impfung und den G-Regeln (3G, 2G, 2G plus)finden Sie zum Download in unserer Dropbox, zum Teilen bei Twitter und Instagram sowie auf unserer Webseite in bis zu 23 Sprachen.

Die Integrationsbeauftragte fördert auch das Projekt „Corona stoppen“ der Deutschlandstiftung Integration. Gemeinsam mit Radio MetropolFM informiert das Projekt tagesaktuell über Corona: mit Webseiten auf Türkisch und Arabisch, ebenso in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram) und im laufenden Radio-Programm:

Türkisch Facebook, Türkisch Instagram

Arabisch Facebook, Arabisch Instagram

Wir freuen uns, wenn Sie die Informationen zur Auffrischungsimpfung über Ihre Netzwerke verbreiten. Gerne können Sie uns Hinweise zu neuen mehrsprachigen Corona-Informationen geben, damit wir diese auf unserer Homepage einstellen und über unser Netzwerk verbreiten können. Gemeinsam erreichen wir mehr Menschen!

Arbeitshilfe – Grundlagen des Asylverfahrens, überarbeitete 5. Auflage 2021

Jede Person die im Migrationsbereich arbeitet weiß, dass das Asylverfahren in seinen gesamten rechtlichen Grundlagen sowie in der Umsetzung enorm komplex und undurchsichtig ist. Selbst erfahrene Berater:innen und Anwält:innen stehen immer wieder vor offenen Fragen.

Um den Menschen die Arbeit zu erleichtern, hat der Paritätische Gesamtverband eine Arbeitshilfe zu den Grundlagen des Asylverfahrens geschaffen und diese jetzt erneut überarbeitet.

Sie richtet sich insbesondere an neue Asylverfahrensberater*innen und sonstige Personen, die Asylsuchende im Rahmen des Asylverfahrens unterstützen und beraten möchten. Sie bietet einen komprimierten Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens und die wesentlichen Rechtsgrundlagen hierfür.

Die Arbeitshilfe findet sich auf der Webseite des Paritätischen Gesamtverbandes unter folgendem Link: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/grundlagen-des-asylverfahrens-ueberarbeitete-5-auflage-2021/

Der Koalitionsvertrag 2021-2025: Wichtige Fortschritte aber auch Nachholbedarf

Nach zähen Verhandlungen steht nun der Koalitionsvertrag von SPD, GRÜNEN und FDP. „Mehr Fortschritt wagen“ lautet der Titel des Vertrages, der eine Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung bewirken soll. Doch hält der Vertrag was im Wahlkampf versprochen wurde?

Besonders im flüchtlingspolitischen Bereich wurde von PRO ASYL genauer hingeschaut und nun ein Papier dazu veröffentlicht. Darin geht es um wichtige Erfolge aber auch um gravierende Lücken:

„Die Erstanalyse zum Fluchtbereich zeigt: Für viele Menschen in Deutschland kann es jetzt zu konkreten Verbesserungen kommen, weil der Familiennachzug verbessert, Arbeitsverbote abgeschafft und Bleiberechtsregelungen vereinfacht werden sollen.

Doch gleichzeitig weist der Koalitionsvertrag an einigen Punkten bedenkliche Leerstellen auf. So wird zwar das Konzept der AnkER-Zentren aufgegeben, aber eine entsprechend notwendige Absenkung der maximalen Aufenthaltszeit in Erstaufnahmeeinrichtungen wurde nicht fest vereinbart“

Das gesamte Papier findet Ihr unter folgendem Link zum nachlesen: https://www.proasyl.de/news/koalitionsvertrag-2021-2025-wichtige-erfolge-aber-auch-gravierende-luecken/

Für diejenigen die sich selbst ein Bild vom Koalitionsvertrag machen möchten, folgt hier ein Link: https://fragdenstaat.de/dokumente/142083-koalitionsvertrag-2021-2025/#page-1

Allgegenwärtig und kaum hinterfragt – „Integration“ – Ein Begriff und seine Folgen

Wer „Integration“ in eine der großen Suchmaschinen eingibt, findet in Sekundenbruchteilen über 57.000.000 Treffer. Kaum eines dieser Suchergebnisse macht sich die Mühe zu erklären, was dieser Begriff eigentlich bedeuten soll. Im Zusammenhang mit Menschen mit einer Flucht- oder Migrationsgeschichte ist er – nicht nur im Internet, sondern im gesamten politischen Diskurs – ebenso allgegenwärtig wie kaum hinterfragt. Als allseitige Zielvorgabe prägt er trotzdem maßgeblich Hoffnungen und Erwartungen der Betroffenen, die an sie gerichteten gesellschaftlichen Anforderungen und das politische Handeln.

„Allgegenwärtig und kaum hinterfragt – „Integration“ – Ein Begriff und seine Folgen“ weiterlesen