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Der Flüchtlingsrat RLP e.V. ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich mit Flüchtlingen und Migrant:innen solidarisiert und sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migrant:innen stark macht.

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Seit über 30 Jahren sind wir die zivilgesellschaftliche Vertretung der politischen Belange von Flüchtlingen und den sie unterstützenden Initiativen und Organisationen im Bundesland. Weiterlesen über uns …

 

Aktuelles

Pressemitteilung vom 18.9.26: Brutaler Abschiebungsversuch trotz laufendem Folgeantrag – Ausländerbehörde handelt rechtswidrig

Am Mittwoch, den 16.9.26, wurde eine traumatisierte Frau bei einem Vorsprachetermin in der Ausländerbehörde Germersheim mit unnötiger Härte gefesselt und ihr die Freiheit vorübergehend entzogen. Trotz des gestelltem Asylfolgeantrags wollte die Sachbearbeiterin die junge homosexuelle Frau nach Ägypten abschieben. Glücklicherweise konnte die Polizei* der Ausländerbehörde verständlich machen, dass bei gestelltem Folgeantrag nicht abgeschoben werden darf. Die Polizei verhalf der Betroffenen so zu ihrem Recht, im Asylverfahren eigene Schutzbedarfe geltend zu machen.
„Das gewaltsame Vorgehen der Behörden gegen eine schutzbedürftige und traumatisierte Frau ist unfassbar und leider kein Einzelfall. Deutlich wird hier, wie brutal Ausländerbehörden versuchen Menschen, um jeden Preis abzuschieben.“ sagt Nina Gartenbach vom Flüchtlingsrat RLP. 
Die Mitarbeiterinnen des Flüchtlingsrat RLP e.V. beobachten, dass dieser Fall nur einer von vielen ist, der eine unmenschliche Abschiebepraxis repräsentiert: „Die Ausländerbehörden in Rheinland-Pfalz haben zunehmend nur die Abschiebezahlen im Fokus, es wird sich über Rechtsstaatlichkeit hinweggesetzt und menschliche Schicksale ignoriert.“  
Als Flüchtlingsrat RLP e.V.  fordern wir: 

  • Eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls vom 16.9.2026 und dienstrechtliche Konsequenzen für die verantwortlichen Mitarbeiter*innen.
  • Behörden müssen sich in jedem Falle genaustens an gesetzliche Regelungen halten – immer.
  • Vorsprachetermine dürfen nicht als Vorwand für überraschende Abschiebungen genutzt werden.
  • Verzicht auf Fesselung und andere Zwangsmaßnahmen gegenüber Personen ohne erkennbare Gefährdungslage – insbesondere bei erkennbar traumatisierten Menschen.
  • Eine Abkehr von Abschiebezahlen als Steuerungsgröße zugunsten einer rechtsstaatlichen, menschenrechtsorientierten Vollzugspraxis.

Zum Hintergrund:

Das Bundesamt glaubte der Betroffenen ihre Verfolgung als homosexuelle Frau in Ägypten nicht und lehnte deshalb ihren ersten Asylantrag ab. Wenig später wurde die Partnerin der jungen Frau in Ägypten ermordet. Die Betroffene befand sich über Monate in schlechtem psychischer Verfassung.  Auf Grund der dramatischen Änderung der persönlichen Situation stellte sie einen Asylfolgeantrag. Darüber wurde die Ausländerbehörde am 14.9. telefonisch informiert, die Betroffene wurde zur Vorsprache eingeladen. Trotz des Wissens um den Folgeantrag wurde bei dem Termin die Polizei hinzugezogen. Die Ausländerbehörde hatte sich vorgenommen die Frau in jedem Fall abzuschieben. Gewaltsam gefesselt und psychisch dekompensiert wurde der Betroffenen mitgeteilt, es werde jetzt ein Flug gebucht und man würde sie am gleichen Tag noch abschieben. Ihr wurde der Kontakt zu Ihrem Anwalt sowie die Bitte um einen Arzt verwehrt. Die Frau konnte der Polizei ihre Unterlagen zeigen und so die Stellung des Asylfolgeantrag belegen. Die Polizei erkannte daraufhin glücklicherweise die Rechtswidrigkeit der Abschiebung und informierte die Ausländerbehörde. Der Betroffenen wurden 30 Euro gegeben, sie wurde entlassen, sie solle in die Erstaufnahme für Asylbegehrende in Trier fahren. Die Betroffene befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Klinik und wird zunächst stabilisiert.

*Nachtrag vom 23.9.2026: In der Zwischenzeit stellte sich heraus, dass es nicht Polizei war, die von der Ausländerbehörde hinzugezogen wurde, sondern der Vollzugsdienst der Kreisverwaltung selbst. Dass es zu einer Verwechselung kam, ist durch ähnliche Uniformen zu erklären.

Pressemitteilung: Vermeintlich abgängige Asylsuchende und angekündigte Einrichtung eines Sekundärmigrationszentrums in Rheinland-Pfalz: Aktionismus zum Schaden der Menschenrechte und zum Vorteil von Demokratie- und Flüchtlingsfeinden

Zur Debatte um ca. 1.300 Geflüchtete, die laut rheinland-pfälzischem Innenministerium zwischen Februar 2025 und August 2026 eine rheinland-pfälzische Erstaufnahmeeinrichtung für mehr als drei Tage ohne Abmeldung verlassen haben und deshalb als „abgängig“ gelten, erklären der Flüchtlingsrat RLP e.V. und der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz: Die der Debatte zugrunde liegende Statistik ist in hohem Maße…

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5 Jahre nach Machtübernahme der Taliban: Abschottung statt Verantwortung: Deutschlands unwürdiger Umgang mit Afghan*innen

Bis August 2021 war Jawad als Ortskraft bei der Bundeswehr in Kundus beschäftigt. Seitdem wartet der afghanische Familienvater auf die Einlösung eines Aufnahmeversprechens. Seine Frau und seine Kinder kennen Deutschland nur aus Erzählungen. Die Taliban kennen seinen Namen.Mit der Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 begann für Millionen Afghaninnen eine neue Phase von Verfolgung,…

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Das war der Marche des Parapluies

Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Weltweit wird an diesem Tag daran erinnert, dass Millionen von Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Auch in diesem Jahr rief ein Bündnis aus lokalen Menschenrechtsorganisationen aus Mainz, gemeinsam mit dem Organisator, der Flüchtlingsrat RLP e.V., unter dem Motto: „Say it loud! say it clear! Refugees are welcome here!“…

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Mehr als 275 Organisationen rufen zum Umdenken im Flüchtlingsschutz auf: Es geht auch anders!

Zum Weltflüchtlingstag stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention formulieren sie in einem Memorandum eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz, von dem alle profitieren. (mehr …)

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Pressemitteilung: Vermeintlich abgängige Asylsuchende und angekündigte Einrichtung eines Sekundärmigrationszentrums in Rheinland-Pfalz: Aktionismus zum Schaden der Menschenrechte und zum Vorteil von Demokratie- und Flüchtlingsfeinden

Zur Debatte um ca. 1.300 Geflüchtete, die laut rheinland-pfälzischem Innenministerium zwischen Februar 2025 und August 2026 eine rheinland-pfälzische Erstaufnahmeeinrichtung für mehr als drei Tage ohne Abmeldung verlassen haben und deshalb als „abgängig“ gelten, erklären der Flüchtlingsrat RLP e.V. und der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz: Die der Debatte zugrunde liegende Statistik ist in hohem Maße …

5 Jahre nach Machtübernahme der Taliban: Abschottung statt Verantwortung: Deutschlands unwürdiger Umgang mit Afghan*innen

Bis August 2021 war Jawad als Ortskraft bei der Bundeswehr in Kundus beschäftigt. Seitdem wartet der afghanische Familienvater auf die Einlösung eines Aufnahmeversprechens. Seine Frau und seine Kinder kennen Deutschland nur aus Erzählungen. Die Taliban kennen seinen Namen.Mit der Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 begann für Millionen Afghaninnen eine neue Phase von Verfolgung, …

Pressemitteilung Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Der Flüchtlingsrat RLP e.V. fordert einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan! Nach der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 gab es bis 2024 keine Abschiebungen afghanischer Staatsangehöriger aus der Bundesrepublik nach Afghanistan. 2024 begann die Bundesregierung dann, ausreisepflichtige Straftäter abzuschieben.

Erlasse 2025

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Erlasse, Anordnungen und Weisungen des Landes Rheinland-Pfalz (i.d.R. Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz) oder der Bundesrepublik Deutschland (i.d.R. Bundesministerium des Innern und für Heimat).

23. Dezember 2025 – Chancen-Aufenthaltsrecht – Umgang mit bis zum 30.12.2025 gestellten Anträgen nach § 104c Aufenthaltsgesetz (AufenthG)

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

09. Dezember 2025 – Praxishinweise zu Unterbringungsmöglichkeiten von unbegleiteten Minderjährigen – hier: Regelungen Notunterkünfte ab 2026

Rundschreiben des Landesamt für Soziales,Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz

17. November 2025 – Leistungssätze des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) ab 1. Januar 2026

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

27. Oktober 2025 – Zweite Verordnung zur Änderung der Ukraine-Aufenthaltserlaubnis-Fortgeltungsverordnung (2. UkraineAufenthÄndFGV)

Rundschreiben des Bundesministerium des Inneren und für Heimat

09. September 2025 – Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems / Reform des Leistungsausschlusses und der Überbrückungsleistungen nach § 1 Abs. 4 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) n.F. – Erste Fortschreibung des RS vom 05. Dezember 2024

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

11. August 2025 – Umsetzung des Durchführungsbeschlusses des Rates zur Feststellung des Bestehens eines Massenzustroms im Sinne des Artikels 5 der Richtlinie 2001/55/EG und zur Einführung eines vorübergehenden Schutzes – 5. Länderschreiben

Rundschreiben des Bundesministerium des Inneren und für Heimat

18. Juli 2025 – Landesinitiative Rückkehr

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

30. Juni 2025 – 1. Fortschreibung des RS vom 10. Januar 2025 zur Einführung der Bezahlkarte im Bereich des AsylbLG

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

22. Januar 2025 – Umgang mit Gewaltschutzfällen bei Nichtteilnahme am Integrationskurs trotz Verpflichtung

Rundschreiben des Bundesministerium des Inneren und für Heimat

10. Januar 2025 – Rundschreiben zur Einführung der Bezahlkarte im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG): Landeseinheitliche Ausgestaltung der Bezahlkarte / Rechtliche Rahmenbedingungen / Regelempfehlung zum monatlich abhebbaren Bargeldbetrag

Rundschreiben des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

Aktuelle Veranstaltungen

Plenum – Landesweites Vernetzungstreffen – digital

3. November 2026
9:00 - 16:00 Uhr
Ort: ZOOM Onlineplattform

Save the date! Am 03. November 2026 lädt der Flüchtlingsrat alle Interessierten zu einem landesweiten Austausch ein. Das Treffen wir digital statt finden, ist für Alle offen und kostenlos.