Nacht und Nebel Aktion: Abschiebeversuch aus Mainzer Uniklinik mitten in der Nacht

Am 17.10.2018 wurde eine schwangere Iranerin mit insulinpflichtigem Diabetes von zehn bis zwölf Polizist*innen aus der gynäkologischen Station der Mainzer Uniklinik abgeholt. Sie war dort wegen ihres entgleisten Diabetes in der Frühschwangerschaft stationär aufgenommen worden. Kurz vor Mitternacht tauchten die Polizist*innen vor ihrem Bett auf, um sie zum Flughafen Hannover zu bringen mit dem Ziel einer Abschiebung nach Kroatien. Zusammen mit ihr sollten ihr Ehemann, der in Ingelheim in Abschiebehaft war, und ihr einjähriger Sohn Deutschland verlassen. “Nacht und Nebel Aktion: Abschiebeversuch aus Mainzer Uniklinik mitten in der Nacht” weiterlesen

Neue UNHCR-Richtlinien zu Afghanistan

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Der AK Asyl – Flüchtlingsrat RLP e.V. beim Tag des Flüchtlings

Zum Tag des Flüchtlings am 28. September hat der AK Asyl – Flüchtlingsrat RLP e.V. zusammen mit dem Mainzer Flüchtlingsrat für diesen Tag einen neuen Begegnungspunkt geschaffen. Unter dem Motto “An unserem Tisch ist Platz für Alle” entstand am Neubrunnenplatz eine große Kaffeetafel an der alle willkommen waren.

Neben tollen Gesprächen und einem sonnigen Brunch ist dieser Zeitungsartikel dabei herausgekommen:

AK Asyl beim Tag des Flüchtlings

#unteilbar Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene Gesellschaft

Dieses Jahr wird die Erklärung der Menschenrechte 70 Jahre alt. Sie soll den Schutz aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft garantieren, ebenso wie die politischen, bürgerlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte. Es ist gerade die Unteilbarkeit der Menschenrechte, die diese ausmacht. Immer schon mussten Menschenrechte erkämpft werden und gerade heute – in einer Zeit, in der Rassismus wieder salonfähig geworden ist und Nazis für sich die Repräsentation des Volkswillens reklamieren – , braucht es ein klares Zeichen für die Menschenrechte.

Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*- Feindlichkeit entschieden entgegen.

Wir, das ist ein Bündnis von über 200 Organisationen das unter #unteilbar Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene Gesellschaft zu einer Großdemonstration in Berlin am 13. Oktober 2018 um 13.00 Uhr aufruft .

Kernanliegen des Bündnisses ist es, dafür einzutreten, dass nicht die sozialen Rechte der einen gegen das Recht auf Schutz vor Verfolgung der anderen ausgespielt werden, dass keine Sündenböcke geschaffen werden, wie dies derzeit in der politischen Diskussion geschieht. Es geht darum, eine freie, offene und an den unteilbaren Menschenrechten aller orientierte Gesellschaft zu schaffen und zu erhalten – „Solidarität statt Ausgrenzung“!

Wir fordern jede und jeden auf: Setze ein Zeichen gegen Diskriminierung. Setze ein Zeichen für den Schutz von Flüchtlingen und für die Rechtstaatlichkeit. Und setze ein Zeichen für die Unteilbarkeit der Menschenrechte.